{"id":1357,"date":"2025-05-03T18:24:19","date_gmt":"2025-05-03T18:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/?p=1357"},"modified":"2025-05-09T18:51:20","modified_gmt":"2025-05-09T18:51:20","slug":"onkologie-ernaehrung-und-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/articles\/onkologie-ernaehrung-und-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Onkologie Erna\u0308hrung und Mikrobiom"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Krebserkrankung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, auch im Alltag. Besonders die Nahrungsaufnahme kann durch Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme oder eine eingeschr\u00e4nkte N\u00e4hrstoffaufnahme erschwert werden. Sch\u00e4tzungen zufolge sind bis zu 50 % der Krebspatienten im Krankenhaus mangelern\u00e4hrt (1,2)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Darm-Mikrobiom, das die N\u00e4hrstoffaufnahme f\u00f6rdern, das Immunsystem st\u00e4rken und Entz\u00fcndungen reduzieren kann, r\u00fcckt ebenfalls zunehmend in den Fokus der onkologischen Forschung. Es gibt Hinweise darauf, dass es das Ansprechen auf Krebstherapien beeinflussen kann.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrung in der Onkologie<\/h1>\n\n\n\n<p>Eine ausgewogene Ern\u00e4hrung spielt eine entscheidende Rolle, insbesondere in der Krebsbehandlung, da sie die Therapie unterst\u00fctzt, die Lebensqualit\u00e4t verbessert und zur Erhaltung k\u00f6rperlicher und geistiger Funktionen beitr\u00e4gt. Nur wenn der K\u00f6rper gen\u00fcgend N\u00e4hrstoffe und Energie erh\u00e4lt, kann er lebensnotwendige Funktionen aufrechterhalten, das Immunsystem st\u00e4rken und Heilungsprozesse wirksam unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Ern\u00e4hrungsprobleme bei Krebspatienten<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Verlauf der Erkrankung treten verschiedene Herausforderungen auf, die oft zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme und infolgedessen zu Gewichtsverlust f\u00fchren, wobei sowohl Muskel- als auch Fettgewebe abgebaut werden. In vielen F\u00e4llen kann dies sogar in einer manifesten Mangelern\u00e4hrung enden. Eine st\u00e4rkere Gewichtsabnahme und Untergewicht kann dabei die Toleranz gegen\u00fcber einer Krebstherapie, das Immunsystem sowie auch die k\u00f6rperliche St\u00e4rke schw\u00e4chen (1,3)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zu den Hauptursachen f\u00fcr eine Mangelern\u00e4hrung z\u00e4hlen:<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Systemische Entz\u00fcndungsprozesse und Stoffwechselver\u00e4nderungen (katabole Vorg\u00e4nge), die den Energie- und N\u00e4hrstoffhaushalt beeinflussen.<\/li>\n\n\n\n<li>Gastrointestinale Beschwerden wie Appetitverlust, Geschmacksver\u00e4nderungen, \u00dcbelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Mundtrockenheit, die sowohl durch den Tumor selbst als auch durch operative Eingriffe oder Krebstherapien hervorgerufen werden k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Psychische und soziale Belastungen wie Depressionen, Angst, Stress, Ersch\u00f6pfung oder chronische M\u00fcdigkeit, die das Essverhalten negativ beeinflussen.<\/li>\n\n\n\n<li>Schmerzen, die den Appetit mindern und die Nahrungsaufnahme erschweren k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Eingeschr\u00e4nkte k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, die zu einem Muskelabbau und einem tr\u00e4gen Stoffwechsel f\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gest\u00f6rte N\u00e4hrstoffaufnahme, wodurch essenzielle Vitamine und Mineralstoffe nicht ausreichend oder erschwert im K\u00f6rper aufgenommen werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prim\u00e4re Ern\u00e4hrungsziele f\u00fcr Krebspatienten<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch eine gezielte ern\u00e4hrungstherapeutische Unterst\u00fctzung sollen f\u00fcr Krebspatienten folgende Ziele erreicht werden (1):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Erhalt des K\u00f6rpergewichts und der Muskelmasse soll sichergestellt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine gezielte Ern\u00e4hrung soll die Krebstherapie bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Lebensqualit\u00e4t soll durch eine ausgewogene Ern\u00e4hrung verbessert werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrungsempfehlungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Muskel- und Gewichtserhalt ist bei Krebspatienten durch die Ver\u00e4nderungen im Stoffwechsel erschwert (1). Im Folgenden werden m\u00f6gliche Wege aufgezeigt, wie die Ern\u00e4hrungsziele trotz individueller Herausforderungen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier gegebenen Empfehlungen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine individuelle Beratung. Bei spezifischen Ern\u00e4hrungsbed\u00fcrfnissen oder anhaltenden Problemen wird empfohlen, sich an eine qualifizierte Ern\u00e4hrungsfachkraft zu wenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Iss was dir schmeckt<\/h2>\n\n\n\n<p>Der wohl wichtigste Punkt: suche dir nahrhafte Gerichte und Speisen, die dir schmecken und die du gerne isst. Versuche dich m\u00f6glichst nicht in deiner Ern\u00e4hrung einzuschr\u00e4nken. \u201eKrebsdi\u00e4ten\u201c werden nicht empfohlen (3).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Energiereich<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Krebspatienten mit Normalgewicht entspricht der Energiebedarf dem gesunder Personen (1,4):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mobile Patienten: 30 kcal\/kg pro Tag<\/li>\n\n\n\n<li>Bettl\u00e4gerige Patienten: 25 kcal\/kg pro Tag<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Da viele Patienten jedoch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden wie gastrointestinale Beschwerden, Schmerzen oder psychischen Belastungen weniger essen, kann es sinnvoll sein, die Nahrungsaufnahme durch kleinere, energiereiche Mahlzeiten zu f\u00f6rdern. Die folgenden Tipps k\u00f6nnen dabei helfen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Speisen anreichern: Gebe zu deiner Mahlzeit 1-2 EL N\u00fcsse und Samen, Nussmus, Avocado, Oliven\u00f6l, etwas Hartk\u00e4se oder Oliven.<\/li>\n\n\n\n<li>Leicht verzehrbare Optionen: Suppen, Smoothies, Milchshakes und S\u00e4fte sind h\u00e4ufig einfacher einzunehmen, auch bei anhaltender Appetitlosigkeit.<\/li>\n\n\n\n<li>Mahlzeiten aufteilen: Esse 5-6 kleinere Mahlzeiten statt 2-3 gro\u00dfer.<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6herkalorische Snacks: Brot mit Erdnussmus und Banane, Hartk\u00e4se und Trauben, eine Handvoll N\u00fcsse, griechischer Joghurt mit Beeren und Samen.<\/li>\n\n\n\n<li>Meal-Prep: Bereite gr\u00f6\u00dfere Mengen deiner Lieblingsspeisen zu und lagere sie im K\u00fchlschrank oder friere sie ein, damit du sie immer griffbereit hast.<\/li>\n\n\n\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung: Kann den Appetit und Hunger steigern.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.\u00a0Eiwei\u00dfreich<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch Entz\u00fcndungsprozesse, die im K\u00f6rper aufgrund der Krankheit passieren, kommt es zu einem erh\u00f6hten Bedarf an Eiwei\u00df (1,3):<\/p>\n\n\n\n<p>Empfohlen wird t\u00e4glich 1,2-1,5 g Eiwei\u00df pro kg K\u00f6rpergewicht. Bei sehr ausgepr\u00e4gten Entz\u00fcndungen auch bis zu 2g pro kg K\u00f6rpergewicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kann dir helfen, deinen Eiwei\u00dfbedarf zu decken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eiwei\u00df in jeder Mahlzeit: Gute Eiwei\u00dfquellen sind mageres Fleisch, Fisch, Eier, H\u00fclsenfr\u00fcchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen), Soja und Sojaprodukte (Tofu, Tempeh).<\/li>\n\n\n\n<li>Eiwei\u00dfreiche Snacks: N\u00fcsse, H\u00fcttenk\u00e4se zu ged\u00fcnstetem Gem\u00fcse, Caprese, hartgekochte Eier mit Senf, Brot mit R\u00e4uchertofu und Hummus, Chiasamen-Pudding, knusprig gebackene Kichererbsen.<\/li>\n\n\n\n<li>Eiwei\u00dfpr\u00e4parate: Auch Proteinpulver oder -shakes k\u00f6nnen helfen den Eiwei\u00dfbedarf zu decken. Achte bei diesen Produkten auf m\u00f6glichst nat\u00fcrliche Zutaten. Vermeide Produkte mit Aspartam, Acesulfam-K, Sucralose und Saccharin.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Lebensmittelsicherheit<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die Krebstherapie wird das Immunsystem stark geschw\u00e4cht und macht Patienten anf\u00e4lliger f\u00fcr lebensmittelbedingte Erkrankungen. Deshalb ist es grundlegend wichtig, bei der Ern\u00e4hrung auf eine gewisse Lebensmittelsicherheit zu achten (5,6):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hygiene: H\u00e4nde vor und nach der Zubereitung von Lebensmitteln gr\u00fcndlich waschen.<\/li>\n\n\n\n<li>Rohkost vermeiden: Keine rohen oder unzureichend gegarten Lebensmittel wie Sushi, rohes Fleisch, rohe Eier oder ungewaschenes Obst und Gem\u00fcse.<\/li>\n\n\n\n<li>Kreuzkontamination vermeiden: Rohe Lebensmittel getrennt von verzehrfertigen Speisen aufbewahren und zubereiten.<\/li>\n\n\n\n<li>K\u00fchlkette einhalten: Verderbliche Lebensmittel bei geeigneten Temperaturen lagern.<\/li>\n\n\n\n<li>Auf Haltbarkeitsdatum achten: Keine abgelaufenen Produkte konsumieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Pasteurisierte Produkte bevorzugen: Milchprodukte, S\u00e4fte und Eier sollten pasteurisiert sein.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Ern\u00e4hrungstipps f\u00fcr besondere Bed\u00fcrfnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bestimmte Beschwerden k\u00f6nnen eine Nahrungsaufnahme erheblich erschweren. Die folgenden Tipps k\u00f6nnen dich unterst\u00fctzen (7):<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei Mundtrockenheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mache dein Essen saftiger: F\u00fcge deiner Mahlzeit Saucen, Dressings, Salsa oder Joghurt hinzu oder greife zu Speisen wie Suppen oder Smoothie-Bowls, die viel Fl\u00fcssigkeit enthalten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Rege den Speichelfluss an: Sehr s\u00fc\u00dfe oder saure Speisen f\u00f6rdern den Speichelfluss. Tr\u00e4ufle hierf\u00fcr beispielsweise etwas Zitrone \u00fcber dein Essen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ausreichend Trinken: Unterst\u00fctzt die Speichelbildung. Empfohlen werden 1,5-3L t\u00e4glich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Wunde Stellen im Mund und Rachen oder Schluckbeschwerden:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Weiche Speisen: Weiche Lebensmittel oder p\u00fcrierte Speisen k\u00f6nnen h\u00e4ufig ohne gro\u00dfe Schmerzen gegessen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Lebensmittel lange kochen: Koche deine Lebensmittel, bis sie ganz weich sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Kleine Bissen: Helfen, wunde Stellen weniger zu belasten. Das verringert Schmerzen und Irritationen.<\/li>\n\n\n\n<li>Nicht zu hei\u00df essen: Verzichte auf zu hei\u00dfe Speisen, da sie den Schmerz verst\u00e4rken k\u00f6nnen. Lass dein Essen besser auf angenehme Raumtemperatur abk\u00fchlen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Alles schmeckt zu salzig:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verschiedene Gew\u00fcrze n\u00fctzen: Verwende f\u00fcr deine Mahlzeiten statt Salz lieber verschiedene Gew\u00fcrze und Kr\u00e4uter.<\/li>\n\n\n\n<li>Den Geschmack ausgleichen: Gebe etwas Honig oder Ahornsirup \u00fcber dein Essen, um den salzigen Geschmack auszugleichen.<\/li>\n\n\n\n<li>Lebensmittel kochen: Durch das Kochen kannst du den Salzgeschmack einiger Lebensmittel reduzieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Alles schmeckt zu s\u00fc\u00df:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Frische Lebensmittel: Greife zu Gem\u00fcse und saurem Obst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Den Geschmack ausgleichen: Gebe etwas Salz, Essig oder Zitronensaft \u00fcber dein Essen, um den s\u00fc\u00dfen Geschmack auszugleichen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Darm-Mikrobiom und seine Rolle in der Krebsbehandlung<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Darm beherbergt Billionen von Mikroorganismen, \u00fcberwiegend Bakterien, die gemeinsam als Darm-Mikrobiom bezeichnet werden. Diese Gemeinschaft beeinflusst nicht nur deine Verdauung, sondern beispielsweise auch dein Immunsystem und Entz\u00fcndungswerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber damit nicht genug: Studien legen nahe, dass das Darm-Mikrobiom eine entscheidende Rolle bei der Krebsentstehung und -behandlung spielen kann. Eine unausgeglichene Darmflora kann die Karzinogenese durch DNA-Sch\u00e4den, Entz\u00fcndungen und eine geschw\u00e4chte Darmbarriere beg\u00fcnstigen, w\u00e4hrend ein gesundes Mikrobiom die Immunabwehr st\u00e4rkt und die Wirksamkeit von Krebstherapien wie Immuntherapie, Chemotherapie und Strahlentherapie unterst\u00fctzt. Besonders bei Dickdarmkrebs scheint eine gest\u00f6rte Balance der Darmflora eine wichtige Rolle zu spielen (8). Die gezielte Modulation des Mikrobioms bietet daher gro\u00dfes Potenzial, Behandlungsergebnisse zu verbessern und das Risiko f\u00fcr Komplikationen zu senken (9,10).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrung und das Mikrobiom- Ern\u00e4hrungsempfehlungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Um deinen Darm gesund zu halten oder deine Darmgesundheit zu verbessern, k\u00f6nnen die folgenden Empfehlungen hilfreich sein:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Achte auf Ballaststoffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ballaststoffe sind Pflanzenfasern, die unser K\u00f6rper nicht verdauen kann. Sie sind aber alles andere als Ballast f\u00fcr den K\u00f6rper, da sie (10):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Stuhlkonsistenz verbessern.<\/li>\n\n\n\n<li>den gesundheitsf\u00f6rderlichen Bakterien im Darm als Futter dienen.<\/li>\n\n\n\n<li>sowohl Durchfall als auch Verstopfung lindern k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bei einer sensiblen Verdauung starte mit kleinen Mengen an Ballaststoffen und steigere allm\u00e4hlich. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind: Gem\u00fcse, Obst, Vollkornprodukte (Vollkornnudeln, Vollkornbrot, Hafer, Quinoa, brauner Reis), N\u00fcsse und Samen sowie H\u00fclsenfr\u00fcchte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Fermentiertes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fermentierte Lebensmittel enthalten probiotische, lebende Bakterien, die dein Darm-Mikrobiom positiv beeinflussen k\u00f6nnen. Durch den Fermentationsprozess werden zudem die enthaltenen N\u00e4hrstoffe besser verf\u00fcgbar und vom K\u00f6rper leichter aufgenommen (10,11). Fermentierte Lebensmittel sind unter anderem: Kefir, Joghurt, Sauerkraut, Kimchi, Miso, Apfelessig, Brottrunk, Tempeh. Versuche t\u00e4glich eine Portion Fermentiertes zu dir zu nehmen: 1 EL Sauerkraut, etwas Joghurt im Fr\u00fchst\u00fcck, ein Glas Brottrunk gemischt mit etwas Fruchtsaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Vielfalt auf dem Teller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein gesundes Mikrobiom ist m\u00f6glichst vielf\u00e4ltig. Durch eine abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung kannst du ein diverses Mikrobiom unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Versuche deshalb, nicht immer zu den gleichen Lebensmitteln zu greifen, sondern probiere immer wieder neues aus und wechsle deine Hauptnahrungsmittel immer wieder mal ab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kleine Ver\u00e4nderungen: Wechsel immer wieder das Brot, den K\u00e4se und das Gem\u00fcse, das du isst.<\/li>\n\n\n\n<li>Probiere Speisen und Gerichte aus verschiedenen L\u00e4ndern: Dadurch bleibt Essen spannend und du erh\u00f6hst ganz nat\u00fcrlich die Vielfalt in deiner Nahrung.<\/li>\n\n\n\n<li>Experimentiere mit Gew\u00fcrzen: Gew\u00fcrze k\u00f6nnen f\u00fcr Abwechslung im Geschmack sorgen und deine Verdauung unterst\u00fctzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeide restriktive Di\u00e4ten: Die viele Lebensmittel vom Speiseplan streichen, da sie die Vielfalt in deiner Ern\u00e4hrung erheblich einschr\u00e4nken.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>4. Ausreichend Wasser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dein Verdauungstrakt braucht ausreichend Fl\u00fcssigkeit, um gut zu funktionieren. Achte darauf, genug zu trinken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Trinke t\u00e4glich 1,5L \u2013 3L Wasser oder unges\u00fc\u00dften Tee.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch Suppen und wasserreiche Lebensmittel wie Gurke, Melone, Tomaten, Zucchini und Orangen helfen, deinen K\u00f6rper mit Fl\u00fcssigkeiten zu versorgen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>5. Reduziere k\u00fcnstlich ges\u00fc\u00dfte Lebensmittel und Hochverarbeitetes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Studienlage legt nahe, dass k\u00fcnstliche S\u00fc\u00dfstoffe, Zuckeraustauschstoffe und Konservierungsstoffe einen negativen Effekt auf dein Darm-Mikrobiom haben k\u00f6nnen. Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten meist gro\u00dfe Mengen an ungesunden Fetten, Zucker und Lebensmittelzusatzstoffen, die deiner Darmflora schaden k\u00f6nnen (10).<\/p>\n\n\n\n<p>Zuckeraustauschstoffe, S\u00fc\u00dfstoffe und Konservierungsstoffe sind h\u00e4ufig in: Di\u00e4t- oder High-Protein-Produkten, Bonbons, abgepackte Backwaren, Fertiggerichten, Saucen und Light-Getr\u00e4nke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Darm-Mikrobiom Test: Erfahre, wie es um deine Darmflora steht<\/h2>\n\n\n\n<p>Der myBioma Darm-Mikrobiom Test nutzt modernste DNA-Analysemethoden, um wissenschaftlich fundierte Einblicke in die Darmgesundheit zu geben. Der Test erfasst unter anderem die Vielfalt deiner Darmflora (Diversit\u00e4t) und zeigt, ob ein Ungleichgewicht vorliegt (Dysbiose). Zudem wird analysiert, wie dein Mikrobiom das Immunsystem beeinflusst und in welchem Ma\u00df es mit entz\u00fcndlichen Prozessen in Verbindung steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Analyse erh\u00e4ltst du einen umfassenden Bericht zur Zusammensetzung deines Mikrobioms mit individuellen Ern\u00e4hrungs- und Lebensstilempfehlungen sowie passenden Rezepten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Infos \u00fcber den Test findest du hier:<a href=\"https:\/\/mybioma.com\/products\/kit\"> https:\/\/mybioma.com\/products\/kit<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ein bewusster Umgang mit Ern\u00e4hrung spielt eine entscheidende Rolle w\u00e4hrend einer Krebserkrankung. Eine ausgewogene, n\u00e4hrstoffreiche Kost kann nicht nur Mangelern\u00e4hrung vorbeugen, sondern auch die Krebstherapie positiv beeinflussen, k\u00f6rperliche und geistige Funktionen erhalten und den Heilungsprozess unterst\u00fctzen. Eine darmfreundliche Ern\u00e4hrung, kombiniert mit ausreichender Fl\u00fcssigkeitszufuhr und Bewegung, k\u00f6nnte sich positiv auf die Behandlungsergebnisse auswirken und dazu beitragen, das Risiko von Komplikationen zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-custom-color-3-background-color has-background has-custom-6-font-size has-global-padding is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-0747478d wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"border-radius:10px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--50);padding-right:var(--wp--preset--spacing--50);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--50);padding-left:var(--wp--preset--spacing--50)\">\n<p class=\"has-custom-5-font-size\" style=\"font-style:normal;font-weight:500;line-height:1\">REFERENZEN:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignfull has-small-font-size is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-508d12d9 wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"border-top-color:var(--wp--preset--color--custom-color-5);border-top-width:1px;border-right-style:none;border-right-width:0px;border-bottom-style:none;border-bottom-width:0px;border-left-style:none;border-left-width:0px;padding-top:24px;padding-right:var(--wp--preset--spacing--50);padding-left:var(--wp--preset--spacing--50)\">\n<p class=\"has-link-color has-custom-6-font-size wp-elements-1cec28f4ca4acb1e52daf9e08c68c803\"><a href=\"https:\/\/google.com\"><\/a>(1) Arends, J., Bertz, H., Bischoff, S., Fietkau, R., Herrmann, H., Holm, E., Horneber, M., H\u00fctterer, E., K\u00f6rber, J., Schmid, I., &amp; und das DGEM Steering Committee. 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Sch\u00e4tzungen zufolge sind bis zu 50 % der Krebspatienten im Krankenhaus mangelern\u00e4hrt (1,2) Das Darm-Mikrobiom, das die N\u00e4hrstoffaufnahme f\u00f6rdern, das Immunsystem st\u00e4rken und Entz\u00fcndungen reduzieren kann, r\u00fcckt ebenfalls zunehmend in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":1370,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"single-article","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-1357","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-specialist-article"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1357"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1516,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1357\/revisions\/1516"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/articles.useruby.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}